Der Nodaladapter ( auch Nodalpunkt- oder Knotenpunktadapter) ist ein Einstellschlitten der auf einem Stativ montiert wird. Adapter deshalb, weil er eine feste Verbindung zwischen der Kamera und dem Stativ herstellt. Nodaladapter werden überwiegend in der Panorama- und Makrofotografie benötigt um ein optimales Ergebnis zu erzielen. Mit dem Nodaladapter kann eine Feineinstellung der Kamera entlang der optischen Achse ( direkte Richtung der Kamera auf das Objekt) vorgenommen werden.
Wird ein zweiter Einsellschlitten montiert ist zusätzlich eine horizontale Verschiebung der Kamera möglich, was hauptsächlich in der Panorama- und Makrofotografie nötig ist. Der Einstellschlitten ( Nodaladapter) besteht aus zwei, durch eine Führung und einer Einstellschraube, verbundene Platten. Über die Einstellschraube (Spindel) kann die Kamera im Zehntelmillimeterbereich justiert werden. Dafür werden die Platten des Nodaladpters gegeneinander verschoben.
Wegen der Länge des Verstellwegs von teilweise mehr als 100 Millimetern ist auch eine Möglichkeit zur Grobeinstellung vorhanden. Zur Montage auf dem Stativ verfügt der Nodaladapter über ein Stativgewinde und eine Stativschraube.
Bei der Makrofotografie beträgt die Schärfentiefe im Nahbereich nur wenige Millimeter wodurch die manuelle oder automatische Einstellung des Objektivs zu ungenau ist. Diese erfolgt über den Einstellschlitten (Nodaladapter) mit dem die Entfernung zwischen Kamera und Motiv entlang der optischen Achse ( direkter Weg zwischen Kamera und Motiv) verschoben wird.
Ein weiters Einsatzgebiet des Nodaladapters ist die Panoramafotografie. Dazu wird der Nodaladpter auf einen Panoramakopf ( um 360° drehbares Zwischenstück mit Gradskala) montiert. Werden Panoramen aus Einzelbildern erstellt kommt es häufig zu Parallaxfehlern. Um diese Fehler zu vermeiden wird der Nodaladapter verwendet. Dieser ermöglicht es die Kamera so zu justieren das sich die Eintrittspupille ( vorderes Teil der Objektivlinse) exakt über dem Drehpunkt des Stativs befindet.
Dazu ist es erforderlich die Kamera ( befindet sich normalerweise über dem Drehpunkt) nach hinten zu verschieben. Da die Nodaladapter in der Anschaffung sehr teuer sind bauen versierte Fotografen den Halter für die Kamera mit Schienen aus dem Baumarkt selbst. Dem Anfänger ist aber davon abzuraten denn die Justierung der Kamera ist wegen fehlender Einstellschrauben recht kompliziert.
Bleibt die Frage wieviele Bilder sollten gemacht werden um ein 360 Grad Panorama zu erhalten?
Dies hängt von zwei Faktoren ab:
1. Welches Format besitzt der Sensor der Kamera?
Bei einer Crop Kamera wie z.B.: der Nikon D90 ist mit einem Cropfaktor von 1,5 zu rechnen. Bei Canon Kameras sind es 1,6.
2. Welches Objektiv und damit welche Brennweite soll genutzt werden?
Je länger die Brennweite um so mehr Bilder werden es.
Als Grundlage sollte man eine Überlappung von 30% anstreben. Mit dieser Überlappung ergeben sich die besten Ergebnisse in der Stiching Software.
Hier mal eine Tabelle zur Orientierung mit welcher Anzahl an Bildern und welchen Winkeln man arbeiten sollte:
